Willy - Tischlerei Veit in Taucha - Individuelle Tischlerarbeiten und Holzspielzeug

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Willy

Über uns

Am 26. Februar 1921 ist Willy Veit 14 Jahre alt geworden und etwa 5 Wochen danach begann seine Lehre als Tischler.
4 Jahre war er nun Lehrling bei Meister August Symmank. Er arbeitete danach 5 Jahre als Geselle, bis sein Onkel August plötzlich keine Arbeit mehr für ihn hatte.
Der nun arbeitslose Willy hörte sich bei seinen Tauchaer Tischlerkollegen um, einstellen konnte ihn jedoch keiner.
Max Feiberg, besser "Freibergs Maxe" hatte einen Tip: "Willy, ich könnte für die Freidenkergemeinde Särge bauen, habe aber dafür keinen Platz! Mach dich doch selbstständig"

Und so wurde Willy, aus der Not heraus , Sargtischler. Hätte diese Gemeinde damals Tische gebraucht, wäre vielleicht eine kleine Tischfabrik entstanden.
Mit seiner Frau Elisabeth gründete er die Tischlerei Veit.














Im Grundstück Kirchstr. 13 wurde im Hintergebäude die Werkstatt eingerichtet.

Es war eine Zeit der Mühe und Entbehrungen.
Es gab keine Fördertöpfe oder Hilfsprogramme wie heute für so manches Startup.
Neben den Särgen (hier gibt es übrigens keinen rechten Winkel) wurden auch Möbel gebaut und gehandelt.
Fürs Lackieren und Polieren war Elisabeth verantwortlich, die sich von Anfang an um die Buchhaltung kümmerte.

1933 stirbt Willys Vater Wilhelm und 1935 kauft Willy das Grundstück seiner Mutter Auguste ab.
Geld dafür war keins da. Er wird bis 1958 an seine Geschwister das Haus abzahlen.

Die 1931 gekaufte Hobelmaschine der Leipziger Maschinenbaufirma Gerischer & Schröder war am Anfang das Herzstück der Tischlerei.
Zu jedem runden Geburtstag stellte Elisabeth einen Strauß Blumen auf diese.
Noch heute liefert die Maschine bessere Ergebnisse im Vergleich zur viel später gekauften zweiten Hobelmaschine.








Ende der 30iger Jahre kommt zur Tischlerei die Beerdigungsanstalt dazu.
Das Büro dafür wird am Anfang in der Küche eingerichtet, später wird dafür das Schlafzimmer freigeräumt.

Das erste Auto dafür, ein DKW, war oft kaputt. In der Garage neben dem Friedhof wurde nächtelang repariert und umgebaut.
So begann die fast nicht enden wollende Geschichte des "Fuhrparkes"
1953 wurde der DKW gegen einen Oldsmobil getauscht.
Das amerikanische Auto wurde von Sohn Gerhard verlängert, bekam eine russische Hinterachse und einen Opel-Motor.
Angetrieben wurde dies alles am Anfang mit Holzgas, später mit Benzin.
Die vielen Stunden damals sollten erst der Anfang sein von Gerhard´s Autos um-und aufbauen.




1967 wird Willy schwer krank.
Er übergibt den Betrieb seinem Sohn Gerhard.
Im April 1968 stirbt er mit gerade mal 61 Jahren.















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